____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
12 Monkeys
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
12 Monkeys (englisch Twelve Monkeys âZwĂślf Affenâ) ist ein Science-Fiction-Film von Terry Gilliam aus dem Jahr 1995. Als Vorlage fĂźr das Drehbuch diente der franzĂśsische Kurzfilm Am Rande des Rollfelds (La JetĂŠe, 1962) von Chris Marker, der wiederum durch den Hitchcock-Klassiker Vertigo â Aus dem Reich der Toten inspiriert ist. Nach eigenen Angaben sah Gilliam Am Rande des Rollfelds erstmals bei der Premiere von 12 Monkeys, als er als Vorfilm gezeigt wurde.cite-ref-2[2] Sowohl fĂźr Bruce Willis als auch fĂźr Brad Pitt markierte der Film einen wichtigen Schritt, um auch als Charakterdarsteller in kĂźnstlerisch anspruchsvollen Werken wahrgenommen zu werden.
Contents
⢠Handlung
⢠Filmmusik
⢠Kritiken
⢠Auszeichnungen
⢠Fernsehserie
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Handlung
Es ist das Jahr 2035: Durch eine Virus-Pandemie in den Jahren 1996 und 1997 sind Ăźber fĂźnf Milliarden Menschen gestorben, nur knapp ein Prozent der Menschheit hat die Katastrophe Ăźberstanden. Die Ăberlebenden haben sich unter die Erde zurĂźckgezogen, wo sie, abgeschottet von der AuĂenwelt, unter erbärmlichen Umständen leben. Wissenschaftler versuchen, durch die Einsätze âFreiwilligerâ mehr Ăźber das Virus zu erfahren.
James Cole ist ein solcher Freiwilliger. Er gilt als gefährlicher Verbrecher und ist inhaftiert. Nachdem er unbeschadet Proben von der Erdoberfläche geholt hat, wird ihm ein Straferlass angeboten, wenn er eine Zeitreise in das Jahr 1996 unternimmt, um dort das noch nicht mutierte Originalvirus und den oder die Urheber des Virus zu finden. Zur PersĂśnlichkeit von Cole gehĂśrt auch der Umstand, dass er seit seiner Kindheit in seinen Träumen BruchstĂźcke einer SchieĂerei in einem Flughafengebäude sieht.
Im Rahmen seiner Mission findet sich Cole durch ein Versehen der Wissenschaftler zunächst im Jahr 1990 wieder. Dort erklärt man ihn wegen seiner Aussagen ßber seine Herkunft und die bevorstehende Pandemie ohne Umschweife fßr psychisch krank und verbringt ihn in eine geschlossene psychiatrische Klinik, wo er unter starke Psychopharmaka gesetzt wird und kaum einen klaren Gedanken fassen kann. In der Anstalt lernt er den tatsächlich psychisch kranken Jeffrey Goines kennen. Er wird Patient der Psychiaterin Dr. Kathryn Railly.
Um seinen Auftraggebern im Jahr 2035 eine Nachricht auf einer Voicemailbox zu hinterlassen, bittet er um einen Anruf. SchlieĂlich wird sein Gesuch erhĂśrt; die ihm bekannte Telefonnummer stellt sich allerdings als noch nicht gĂźltig heraus. Aufgrund einer Verwechslung wird Cole dennoch zurĂźck in die Gegenwart des Jahres 2035 geholt. Dort kann er glaubhaft erklären, nicht fĂźr den Fehler verantwortlich zu sein, und erhält daraufhin von den Wissenschaftlern eine zweite Chance zu einer Reise ins Jahr 1996.
Jedoch landet Cole bei seiner zweiten Zeitreise durch einen erneuten Fehler der Wissenschaftler zunächst mitten im Grabenkrieg des Ersten Weltkrieges. Dort wird er von einer Kugel am Bein verwundet. SchlieĂlich wird er ohne erneuten Aufenthalt im Jahr 2035 unmittelbar in das Jahr 1996 befĂśrdert.
Nach seiner Ankunft entfßhrt Cole Dr. Railly, die ihn aufgrund der frßheren Begegnung fßr geistesgestÜrt hält. Cole kann sie zunächst nicht davon ßberzeugen, dass die von ihm vorausgesagte Viren-Katastrophe wirklich eintreffen wird. An psychischem Stress leidend, beginnt er nun auch selbst an seiner Botschaft zu zweifeln.
Während der Dauer der EntfĂźhrung der Psychiaterin beschäftigen sich die Medien unter anderem mit dem Fall eines vermissten Jungen. Cole äuĂert gegenĂźber der Psychiaterin, dass er sich an diesen Vorfall noch aus der Zeit seiner Kindheit erinnere. Er habe damals durch diese Geschichte zum ersten Mal Angst empfunden â hinterher habe sich jedoch herausgestellt, dass sich der Junge aus SpaĂ lediglich in einem Stall versteckt habe. Railly entfernt die Kugel, die seit seiner Reise in die Zeit des Ersten Weltkrieges in seinem Bein steckt.
Cole lässt sich von Dr. Railly zu Jeffrey Goines fahren, der mittlerweile nicht mehr in psychiatrischer Behandlung ist. Er stellt fest, dass Goines eine FĂźhrungsperson der Gruppe Armee der 12 Monkeys ist. Cole, der bereits 2035 auf Hinweise auf die 12 Monkeys gestoĂen ist, gelangt nun zu der Ăberzeugung, die Gruppe sei fĂźr die Viren-Pandemie verantwortlich, weil Goinesâ Vater, ein bekannter Wissenschaftler, eine virologische Forschungseinrichtung betreibt. Cole glaubt, dass Jeffrey Goines sich Zugang zu den Virenstämmen verschaffen konnte, und fĂźrchtet zudem, er habe ihn 1990 in der Klinik unabsichtlich selbst auf die Idee gebracht, die Menschheit auszurotten.
AuĂerdem sucht Cole Jeffrey Goinesâ Vater, den Virologen, auf, um von ihm das Originalvirus zu erhalten. Sein Anliegen scheitert. AnschlieĂend wird Cole von seinen Auftraggebern gegen seinen Willen erneut ins Jahr 2035 zurĂźckgeholt.
Zurßck im Jahr 2035 ist Cole mittlerweile selbst von seiner Geisteskrankheit ßberzeugt und nimmt die Wissenschaftler, die sich mit ihm beschäftigen, nicht mehr ernst. Zudem mÜchte er gerne ein Leben an frischer Luft sowie an der Seite von Dr. Railly fßhren und aus der unangenehmen Welt des Jahres 2035 entschwinden. Er kann die Wissenschaftler davon ßberzeugen, ihn nochmals ins Jahr 1996 zu schicken, indem er ihnen vortäuscht, nunmehr das Originalvirus zurßckbringen zu wollen.
Die Psychiaterin hat zwischenzeitlich die aus Coles Bein entfernte Kugel untersuchen lassen und erfährt, dass sie tatsächlich aus dem Ersten Weltkrieg stammt. Sie entdeckt sein Bild in einem Lehrtext ßber einen Fall von Geisteskrankheit an der Front des Ersten Weltkriegs. Als in den Nachrichten ßber den im Brunnen gesuchten, aber in einer Scheune versteckten Jungen berichtet wird und sich Coles Version damit bewahrheitet, ist Dr. Railly von seiner Geschichte ßberzeugt. Nachdem Cole wieder im Jahr 1996 angekommen ist, beabsichtigt er, sich freiwillig verhaften und seine vermeintliche Geisteskrankheit behandeln zu lassen. Als er Dr. Railly aufsucht, versucht umgekehrt sie ihn davon abzuhalten und mÜchte gemeinsam mit ihm die Ausbreitung des Virus verhindern.
Cole ist hin- und hergerissen, entschlieĂt sich aber zu guter Letzt, nicht mehr ins Jahr 2035 und in ein Leben unter der Erde zurĂźckzukehren. Da ihm ein Obdachloser mitgeteilt hatte, dass auch er zurĂźckgeschickt wurde und seine Zähne von den Wissenschaftlern des Jahres 2035 mit einer Art Peilvorrichtung ausgestattet seien, zieht er sich selbst seine Backenzähne.
Cole und Dr. Railly versuchen nun, gemeinsam die Gruppe 12 Monkeys aufzuhalten. Da beide nicht mehr sicher sind, was Realität ist und was nicht, ruft Dr. Railly die von Cole genannte Voicemailbox-Nummer an. Dort erreicht sie jedoch nur den Anrufbeantworter einer Teppichreinigungsfirma. In der Ăberzeugung, dass die Geschichte also doch nicht wahr sein kĂśnne, erzählt sie eher aus SpaĂ von der Armee der 12 Monkeys. Genau Ăźber diesen Anrufbeantworter gelangt nun aber Dr. Raillys Nachricht ins Jahr 2035. Die Wissenschaftler haben sie dort seinerzeit Cole vorgespielt. Als Cole nun Dr. Railly den genauen Text der Nachricht vorspricht, ist dies der endgĂźltige Beweis, dass Coles Geschichte von seiner Zeitreise stimmt und dass die angekĂźndigte Pandemie bald Realität werden wird.
Fatalistisch ergeben sich beide ihrem Schicksal und wollen noch ein letztes Mal ans Meer reisen, das Cole noch nie mit eigenen Augen gesehen hat. Sie besorgen sich, da sie von der Polizei gesucht werden, neue Kleidung, Perßcken und einen falschen Schnäuzer fßr Cole. Das Umkleiden geschieht in einem Kino, in dem gerade Vertigo von Alfred Hitchcock läuft. Auf dem Weg zum Flughafen stehen die beiden in einem langen Verkehrsstau, weil frei umherlaufende Wildtiere den Verkehr blockieren. Sie erkennen, worum es der Armee der 12 Monkeys tatsächlich ging, nämlich um die Befreiung der Zootiere. Mit einer Verbreitung von Viren hatte diese Gruppierung nichts zu tun. Man ist die ganze Zeit auf der falschen Spur gewesen.
Beim Betreten des Flughafens erkennt Cole das Gebäude aus seinen Träumen wieder. Er ruft noch einmal bei der Nummer des Anrufbeantworters an und versucht so, den Fehler mit den 12 Monkeys aufzuklären. Er gibt an, nicht mehr ins Jahr 2035 zurĂźckkommen zu wollen. Wenig später begegnet er jedoch einem seiner Zellengenossen aus dem Jahr 2035. Dieser Ăźbergibt ihm eine Waffe und teilt ihm mit, dass er aufgrund von Coles Telefonaufzeichnung geschickt wurde, um âdie Frauâ (vermutlich Dr. Railly) zu tĂśten. Cole solle seinen Auftrag doch noch ausfĂźhren. Als er gerade fragen will, wen er eigentlich erschieĂen soll, wird er von Dr. Railly weggezogen, die unterdessen in Dr. Peters, dem offensichtlich wahnsinnigen Assistenten von Jeffrey Goinesâ Vater, den wahren Urheber der Katastrophe erkannt hat. Dr. Peters mĂśchte alle groĂen Städte der Welt besuchen, um dort das Virus freizusetzen. Cole versucht, ihn aufzuhalten, wird jedoch von den Sicherheitsbeamten des Flughafens erschossen, als er Peters mit gezogener Waffe verfolgt. Dieser hat derweil bereits bei der Kontrolle unbemerkt die erste Probe des Virus freigesetzt und damit die kommende Katastrophe unumkehrbar in Gang gesetzt. Cole stirbt in den Armen von Dr. Railly, beobachtet vom jungen Cole, der nunmehr â ohne es zu wissen â seinem eigenen zukĂźnftigen Tod zusieht. Dr. Railly erkennt ihn und schenkt ihm ein Lächeln.
Als Dr. Peters ins Flugzeug steigt, sitzt neben ihm eine der Wissenschaftlerinnen aus der Zukunft, die Cole ins Jahr 1996 geschickt haben. Sie beginnt ein Gespräch mit ihm und stellt sich als Versicherungsvertreterin vor, wobei der Fortgang der Geschichte offen bleibt und Raum fßr Spekulationen lässt.
Filmmusik
Der verantwortliche Sound-Designer fĂźr Twelve Monkeys war Paul Buckmaster.cite-ref-3[3]
Es gibt drei Musik-Ebenen. Die erste ist die eigentliche von Buckmaster komponierte Filmmusik, die eine vorwiegend konventionelle, unspektakuläre âmoodâ-Musik darstellt. Stilistisch ist diese Musik-Ebene an den Expressionismus/Neoklassizismus der 1920er- bis 1950er-Jahre angelehnt. Leitmotivische Wirkung entsteht mit dem Thema der Solo-Violine in den Flashbacks Coles, die schlieĂlich als ausgedehnte Elegie den Tod Coles begleitet.
Die zweite Ebene bilden die âsourceâ-Musiken, die im Prinzip zu den Umgebungsgeräuschen gehĂśren. So erklingen bei Coles Ankunft in der Nervenheilanstalt, wenn Jeffrey Goines ihm die Regeln erklärt, die Cartoon-Sounds des Anstaltsfernsehers und unterstreichen den Wahnsinn von Brad Pitts Ăźberdrehter Figur in dieser Szene. Mit âsourceâ-Musik wird auch die Vergeblichkeit der Hoffnung Coles und Railleys auf eine Flucht und letztlich auch auf eine Liebesbeziehung ausgedrĂźckt, wenn die entsprechende Szene im Kino mit der Musik aus Hitchcocks âVertigoâ aus den Kinolautsprechern statt einer âechtenâ Filmmusik untermalt wird.
Die dritte Ebene bildet die Titelmusik des Filmes. Sie ist vĂśllig autonom ohne inhaltlichen Bezug und von Gilliam intuitiv gewählt worden. âIntroductionâ aus Suite Punta del Este von Astor Piazzolla ist ein Tango, der neben der Titelmusik auch das Leitmotiv der Armee der 12 Monkeys sowie von Jeffrey Goines ist. Diese Musik fällt stilistisch und mit der Klangfarbe des Bandoneons auf und erscheint auf den ersten Blick vĂśllig ungeeignet, um die Bedrohung, die von Goines ausgeht, darzustellen. Damit repräsentiert sie gewissermaĂen die falsche Fährte Coles, auf die auch der Zuschauer gesetzt ist.
VerĂśffentlichung und deutsche Fassung
Die deutschsprachige Synchronisation von 12 Monkeys entstand bei der Interopa Film in Berlin. Verfasser des Dialogbuchs war Theodor Dopheide, der auch als Dialogregisseur tätig war.cite-ref-4[4] Der Film startete am 21. März 1996 in den deutschen Kinos, wurde insgesamt von 2.140.180 Zuschauern gesehen und belegte damit Platz 16 der besucherstärksten Filme in Deutschland des Jahres 1996.cite-ref-5[5] International ist 12 Monkeys Terry Gilliams bislang erfolgreichstes Werk mit einem Einspielergebnis von 168,8 Mio. US-Dollar. Der Film war 1997 der erste, der auf dem europäischen Markt auf DVD verÜffentlicht wurde.
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| James Cole | Bruce Willis | Manfred Lehmann | |
| Kathryn Railly | Madeleine Stowe | Liane Rudolph | Psychiaterin |
| Jeffrey Goines | Brad Pitt | Tobias Meister | |
| Dr. Leland Goines | Christopher Plummer | Klaus Piontek | Vater von Jeffrey Goines |
| Dr. Peters | David Morse | Klaus-Dieter Klebsch | Mitarbeiter von Dr. Goines |
| Jose | Jon Seda | Michael Iwannek | Zellennachbar von Cole im Jahr 2035 |
| Obdachloser/âDie Stimmeâ im Jahr 2035 | Michael Chance | Klaus Jepsen | |
| Jones | Carol Florence | Bettina SchĂśn | Versicherungsvertreterin / Astrophysikerin im Jahr 2035 |
| Tiny | Vernon Campbell | Raimund Krone | Krankenpfleger in der psychiatrischen Klinik |
Kritiken
12 Monkeys erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes grĂśĂtenteils positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als âZertifiziert Frischâ ein.cite-ref-rotten-tomatoes-6-1[6] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel âGrundsätzlich Wohlwollendâ aus.cite-ref-metacritic-7-1[7]
âAls eine Art apokalyptischer Fiebertraum voller Anspielungen, aber wenig konkreter BezĂźge inszeniert. Das Interesse an der labyrinthischen Story wird durch die Exzentrik der visuellen Gestaltung mehr erstickt als gefĂśrdert.â
â
Lexikon des internationalen Films
âMonumentales, nahezu hypnotisches Leinwand-Gemälde. Im wahrsten Sinne aufregend.â
â
Cinema
(03/1996)
âWie schon in Brazil (1985) entwickelt Terry Gilliam (Fear and Loathing in Las Vegas) ein verstĂśrendes und visuell opulentes Zukunftsszenario, das die Probleme der Gegenwart auf phantastische Weise ĂźberhĂśht. FĂźr das Drehbuch lieĂen sich Janet und David Peoples (Oscar-Nominierung fĂźr Erbarmungslos) von Chris Markers Kurzfilm La JetĂŠe (â62) inspirieren.â
â
TV Spielfilm
Auszeichnungen
⢠Golden Globe Award 1995 in der Kategorie Bester Nebendarsteller fßr Brad Pitt
⢠Nominierung fßr den Oscar 1996 in den Kategorien Bester Nebendarsteller (Brad Pitt) und Kostßm (Julie Weiss)
⢠Nominierung fßr den Goldenen Bär 1996
⢠ASCAP Award 1997
⢠Saturn Award 1996 â Bester Science-Fiction-Film, Nebendarsteller (Pitt), KostĂźm; nominiert: Hauptdarsteller fĂźr Bruce Willis, Hauptdarstellerin fĂźr Madeleine Stowe, Regie, Drehbuch
⢠Blockbuster Entertainment Award 1997 â Bester Nebendarsteller (Pitt)
⢠Empire Award 1997 â Beste Regie
⢠Nominierung fĂźr MTV Movie Award 1996 â Beste männliche Leistung (Pitt)
⢠Nominierung fßr Hugo 1996
Fernsehserie
â
Hauptartikel
:
12 Monkeys (Fernsehserie)
Der US-Fernsehsender Syfy gab 2014 eine Serien-Adaption des Films in Auftrag, die von 2015 bis 2018 ausgestrahlt wurde.cite-ref-deadline-13-0[13] Nachdem Syfy im August 2013 den Auftrag zur Produktion eines Pilotfilms gab â dessen Drehbuch von Terry Matalas und Travis Fickett verfasst wurde â, begann dessen Produktion im November 2013.cite-ref-14[14] Im April 2014 bestellte Syfy eine zwĂślf Folgen umfassende erste Staffel. Wie der Film wurde die Serie von Universal Television und Atlas Entertainment produziert; als Autoren und ausfĂźhrende Produzenten zeichneten Terry Matalas und Travis Fickett verantwortlich. Die Hauptrolle Ăźbernahm Aaron Stanford, während weitere Rollen von Amanda Schull, Noah Bean und Kirk Acevedo gespielt wurden.cite-ref-deadline-13-1[13]
Bezug zu anderen Werken
⢠Bei der Flucht aus der Anstalt läuft James an einem Wachmann vorbei, der die amerikanische Zeitschrift Weekly World News liest. Die Ausgabe in seiner Hand erschien in der Realität am 23. Juni 1992 in den USA und trägt die erfundene Schlagzeile Bat Child found in cave (Fledermaus-Kind in HÜhle entdeckt). Die Figur des Bat Boy wurde vom WWN-Redakteur Dick Kulpa erfunden und die Ausgabe mit dieser Schlagzeile war die zweitbestverkaufte in der Geschichte der Zeitschrift. Aus der Bat-Boy-Schlagzeile entwickelten Keythe Farley und Brian Flemming 1997 das Off-Broadway-Musical Bat Boy.cite-ref-15[15]
⢠Terry Gilliam, selbst Cartoonist, beweist sich in einigen Hintergrundszenen als Liebhaber klassischer Trickfilme. Die Szene, in der Bruce Willis in der Psychiatrie erstmals auf Brad Pitt trifft, zeigt im Anstaltsfernsehen Ausschnitte aus drei Trickfilmen von Tex Avery: Who Killed Who? (1943), Swing Shift Cinderella (1945) und Little Tinker (1948). Bei der Filmszene im Motel läuft im Fernsehen ein Trickfilm mit Woody Woodpecker im Land der Dinosaurier.
⢠Im Rahmen des Filmprogramms der Weltkunstausstellung Documenta 12 im Jahr 2007 fanden seine Vorbilder Am Rande des Rollfelds (La JetĂŠe), und Vertigo â Aus dem Reich der Toten eine gemeinsame WiederauffĂźhrung.
Literatur
⢠Elizabeth Hand: 12 Monkeys. Goldmann, MĂźnchen 1996, ISBN 978-3-442-43488-6 (englisch: 12 Monkeys. Harper Prism 1995. Ăbersetzt von Regina Winter).
⢠Eva Horn: Zukunft als Katastrophe. Fiktion und Prävention. Fischer, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-10-401376-3, S. 349â359.
Weblinks
⢠B. Reifschneider: Filmarchitektur und 12 Monkeys: Das geschlossene äuĂere System Uni Frankfurt/Main, Wintersemester 1996/97
⢠12 Monkeys bei IMDb
⢠12 Monkeys in der Deutschen Synchronkartei
⢠Philip Coppens: The Twelve Monkeys (englisch)
⢠Drehbuch auf Dailysript (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-fsk-11. Freigabebescheinigung fĂźr 12 Monkeys. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2005 (PDF; PrĂźfÂnummer: 74 807 V/DVD/UMD).
cite-note-22. â Reputation ist alles. Interview von Bert Rebhandl mit Terry Gilliam am 8. Januar 2007. taz.de (abgerufen am 26. Februar 2008).
cite-note-33. â Ulrich Reuter: Twelve Monkeys In: Peter Moormann (Hrsg.): Klassiker der Filmmusik. Reclams-Universal-Bibliothek Nr. 18621. Reclam, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-15-018621-3, S. 283â285
cite-note-44. â 12 Monkeys. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 25. Februar 2020.
cite-note-55. â FFA Jahreshitlisten-1996; 12 Monkeys. In: chartsurfer.de. Archiviert vom Original am 14. Dezember 2017; abgerufen am 13. Dezember 2017.
cite-note-rotten-tomatoes-66. 12 Monkeys. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 75 Kritiken).
cite-note-metacritic-77. 12 Monkeys. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 20 Kritiken).
cite-note-82. Jury der FBW
cite-note-93. Jason Clark: Kritik zu 12 Monkeys (Memento vom 17. August 2016 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
cite-note-104. Datenbankabfrage bei cinemascore.com
cite-note-115. 12 Monkeys. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 3. Oktober 2016.
cite-note-126. 12 Monkeys bei TV Spielfilm
cite-note-deadline-1313. â Nellie Andreeva: â12 Monkeysâ Picked Up To Series At Syfy. In: deadline.com. 4. April 2014, abgerufen am 25. Februar 2020 (englisch).
cite-note-1515. â Trivia. In: Internet Movie Database. Abgerufen am 25. Februar 2020 (englisch).